Haltung Wir benötigen zunächst einen ausreichend großen Käfig. Da wir auch im Käfig immer wieder spielen und toben. Als Mindestfläche für ein Frettchen solltet ihr 1,20 x 0,60 x 1,00 rechnen. Das ganze dann mindestens mal zwei, denn Einzelhaltung lehnen wir Frettchen strikt ab. Allerdings gilt -wie bei allen Haustieren- auch für uns: je größer, je besser.
Den Käfig hätten wir gerne mit Hütte, Hängematte, Tüchern zum kuscheln, Röhren und Spielsachen eingerichtet. Natürlich brauchen wir auch Näpfe für Futter und Wasser. Nicht zu vergessen, ein oder mehrere Katzenklos (je nach Käfiggröße).
Bitte kein Einstreu, Heu o.ä. Wir schleppen nämlich gerne unsere Leckerchen weg und es wäre für uns nicht gut, wenn wir das z.B. Einstreu verschlucken würden. Katzenstreu quillt nämlich im Magen auf und das führt zu einem Darmverschluß, der in den meisten Fällen tödlich endet.
Ernährung Zuerst mal möchten wir darauf hinweisen, daß wir mehrmals am Tag gefüttert werden sollten. Wir besitzen nämlich einen sehr kurzen Magen-Darm-Trakt und das Futter bleibt nur ungefähr 3 Stunden in unserem Darm. Deshalb findet keine gründliche Aufschlüsselung der Nahrungsbestandteile statt. Außerdem sind wir Fleischfresser und somit auf einen hohen Fleisch- und Proteingehalt angewiesen.
Als Futter könnt ihr uns im Zoofachhandel erhältliches Frettchenfutter anbieten. Wir fressen aber auch gerne hochwertiges Katzennaß- und trockenfutter. Hierbei solltet ihr aber darauf achten, das kein Zucker, Salz (Gewürze) und Getreide vorhanden ist. Außerdem sollte das Futter einen hohen Proteingehalt und Fleischanteil haben (z.B. Hill`s, Animonda). Hundefutter mögen wir garnicht, da hierin kein Taurin enthalten ist.
Als Fleischfresser möchten wir natürlich auch Fleisch fressen und das natürlich roh. Wenn ihr das Fleisch kocht, gehen wichtige Mineralien und Vitamine verloren, die wir dringend brauchen. An Fleisch eignet sich z.B. Rindfleisch, Hühnerfleisch, Wild und Innereien (Herzen, Mägen usw).
Schweinefleisch solltet ihr uns nicht geben. Darin ist der sog. Aujeszkische Virus enthalten, der bei uns eine tödlich verlaufenden Viruserkrankung auslöst.
Wer es sich zutraut, kann uns auch Futtertiere geben. Die bekommt ihr tiefgefroren im Zooladen (z.B. Eintagsküken). Sowas schmeckt uns besonders gut.
Damit wir immer was zu knabbern haben, sollten wir immer einen Napf mit Trockenfutter im Käfig haben (z.B. Trockenfutter aus dem Frettchen4you-Shop -www.frettchen4you.de).
Verhalten Wir sind sehr soziale Tiere und möchten deshalb niemals alleine gehalten werden. Ein Mensch kann uns einen Artgenossen zum spielen und kuscheln nicht ersetzen. Wir haben den Spitznamen "kleine Kobolde" nicht umsonst. Wir sind sehr neugierig und verspielt und deshalb ist beim Freilauf nichts vor uns sicher. Mülleimer, offene Schränke, Wäschetonnen, Bücherregale - alles muß untersucht werden. Wir klettern auf alles drauf und überall rein. Herumliegende Sachen schleppen wir gerne in unsere Verstecke und bunkern sie dort. Außerdem lieben wir es zu buddeln. Sie sollten ihre Blumentöpfe in Sicherheit bringen. Unter "kleine Tipps" können sie nachlesen, auf was unser Frauchen besonders achtet.
Gesundheit Im allgemeinen sind wir recht widerstandsfähig und robust. Wenn wir nicht erblich vorbelastet sind und artgerecht gehalten werden, werden wir eigentlich selten krank. Trotzdem gibt es Krankheiten für die wir anfällig sind. Deshalb ist es auf jeden Fall wichtig uns regelmäßig impfen zu lassen. Menschen, die sich viel Zeit für ihre Frettchen nehmen, kennen diese genau und merken, wenn mit ihren Tiere etwas nicht stimmt.
Wenn Sie Rüden (Männchen) und Fähen (Weibchen) zusammen halten, sollten diese kastriert werden. Bei Rüden wird der Hoden, bei Fähen die Eierstöcke entfernt. Ab einem Alter von ca. 10 Monaten können unsere Artgenossen von einem Frettchenerfahrenen Tierarzt kastriert werden.
Besonders wichtig ist die Kastration der Fähe. Diese kann nämlich in die Dauerranz kommen, welche meistens tödlich endet. Die Ranz (Paarungszeit) ist bei der Fähe an der deutlich geschwollenen Vulva zu erkennen. Spätestens jetzt sollte die Fähe kastriert werden. Kommt die Fähe in die Dauerranz ist sie meist nicht operationsfähig und eine Kastration kann nicht vorgenommen werden. Am Besten besprechen Sie sich mit einem Frettchenerfahrenen Tierarzt, um der Fähe dies alles zu ersparen.
Kleine Tipps -Blumentöpfe ausbuddeln = unser Frauchen hat alle Töpfe mit großen Steinen abgedeckt, sodaß wir nicht mehr an die Erde rankommen. -offene Schränke = unser Frauchen schaut immer, ob alle Schränke zu sind. Hin und wieder dürfen wir aber unter Aufsicht mal einen Schrank durchstöbern. -Vasen, Aschenbecher, Tassen usw. runterschmeißen = unser Frauchen räumt immer alle Sachen aus unserer Reichweite -Fenster, Türen = unser Frauchen kontrolliert vor dem Freilauf immer, ob auch alles zu ist. Wir könnten uns sonst z.B. in einem gekippten Fenster einklemmen und schwer verletzen oder sogar ersticken. -Heiße Sachen = Frauchen achtet immer darauf, daß keine brennenden Kerzen in unserer Nähe sind und wir nicht an den Herd rankommen, wenn der noch heiß ist -Kleine Sachen = da wir gerne Sachen wegschleppen, achtet Frauchen darauf, daß nur unser Spielzeug rumliegt und keine kleinen Sachen, die wir vielleicht verschlucken könnten.